WhatsApp und Facebook: jetzt ist die Öffentlichkeit für Alternativen da!

21. Februar 2014

whatsappVor einigen Wochen hatte ich auf Facebook gepostet, dass es eine verschlüsselte Alternative zu Whatsapp gibt und ich Leute suche, die sie mit mir nutzen oder testen wollen: keine Reaktion! So blieb Threema von meinem Smartphone fern, denn eine Chat-App ohne Chat-PartnerInnen macht nicht viel Sinn.

Dann bekam ich alleine gestern – am Tag des Bekanntwerdens der Übernahme von WhatsApp durch Facebook – zwei Anfragen zur Nutzung von Whatsapp-Alternativen von Freunden. Gleichzeitig schafft das Thema auf einmal eine riesige Öffentlichkeit. Sicher hat sich Facebook das so nicht vorgestellt: der Kauf zu einem smarten Preis von nur 19 Milliarden Dollar führt dazu, dass eine große öffentliche Debatte über Alternativen entsteht und viele NutzerInnen zumindest darüber nachdenken, ihre Chat-App zu wechseln. Und da es gerade bei solchen Anwendungen entscheidend ist, wo meine FreundInnen sind, können solche Wechselbewegungen sehr schnell massive Auswirkungen haben. Bisher ist das Pushen von Alternativen nie richtig geglückt, obwohl immer wieder Sicherheitslücken bei WhatsApp thematisiert wurden. Jetzt scheint es eine Öffentlichkeit dafür zu geben. Ich jedenfalls habe gestern Threema installiert und bin gespannt, wer dorthin folgt. Bisher sind es nur einige Kontakte.
Noch eine Anmnerkung zum Schluss: es gibt eine Vielzahl von Alternativen, über die auch viel berichtet wurde. Manche sollen in der Handhabung komplizierter sein, andere haben nur einen begrenzten Funktionsumfang. Und hier hat WhatsApp einen großen Vorteil: neben den vielen NutzerInnen haben sie den größten Funktionsumfang mit sehr komfortabler Bedienung.

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Beispiele für Soziale Medien in der Verbands- und Bildungsarbeit

10. Januar 2014

Heute war ich auf einer spannenden Tagung von Arbeit und Leben Niedersachsen zum Thema Social Media eingeladen, die sich mit sehr unterschiedlichen Aspekten Sozialer Medien beschäftigte und von der ich leider nur den letzten Tag mitnehmen konnte. Das Thema meines Inputs lautete “Nutzungsmöglichkeiten und Beispiele für Soziale Medien in der Verbands- und Bildungsarbeit”. Nach einer kurzen Einführung zu Herausforderungen für Verbands- und Bildungsarbeit, die sich u.a. aus dem Wandel der Kommunikationskultur und der Verbreitung von Sozialen Medien entwickelt haben, stellte ich einige Nutzungsmöglichkeiten Sozialer Medien in Verbandsarbeit, Jugendarbeit und Bildungsarbeit vor, gab Praxistipps und berichte von konkreten Beispielen und Erfahrungen. Besonders spannend an Social Media in diesem Kontext sind meines Erachtens die sich hieraus ergebenden Möglichkeiten für neue Beteiligungs- und Demokratieformen. Hierzu gibt es bereits erste Empfehlungen und Anhaltspunkte für gelingende ePartizipation, es gilt aber, viel zu experimentieren und Erfahrungen zu sammeln! Natürlich gibt es auch viele Schwierigkeiten und offene Fragen, aber die Chancen für eine lebendigere Mitbestimmungs- und Beteiligungskultur sollten Ansporn sein, neue Wege zu erkunden!
Die Präsentation habe ich hier eingebunden, weiteres zum Thema demnächst hier.

Nutzungsmöglichkeiten und Beispiele für Soziale Medien in Verbands- und Bildungsarbeit from Steffen Stubenrauch

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Jugendliche an Medien beteiligen!

2. Dezember 2013

Aktuell wird im Medienbereich viel über Jugend diskutiert und geschrieben. Ein wichtiger Anlass hierfür ist das Bestreben von ARD und ZDF, einen gemeinsamen Jugendkanal einzurichten. Nach viel hin und her und Diskussionen zwischen den Anstalten wurde der Vorschlag im Oktober an die Ministerpräsidentenkonferenz herangetragen. Für viele überraschend wurde das Konzept dort nicht durchgewunken, sondern zur Nachbesserung zurückverwiesen. Fast schon tragisch dabei ist, dass die MinisterpräsidentInnen ausgerechnet eine angemessene Beteiligung von Jugendlichen am geplanten Jugendkanal monierten.

Fehlende Jugendbeteilgung beim Jugendkanal

Konkret fordern sie einen Jugendbeirat, der den Kanal begleiten und die Interessen von Jugendlichen einbringen soll. Ein solcher Jugendbeirat ist ein wichtiger Baustein von Jugendbeteiligung, aber er darf nicht der Einzige bleiben! Wenn der geplante Jugendkanal Jugendliche erreichen will, muss er auch moderne Formen von Partizipation zulassen und mit ihnen experimentieren und er muss über Dinge berichten, die Jugendliche selbst gestalten. Das nach wie vor hohe ehrenamtliche Engagement, viele tolle Projekte von Jugendlichen und jungen Menschen oder kreativ aufbereitete Jugendthemen bieten viele Möglichkeiten einer beteiligungsorientierten Berichterstattung, die nicht nur skandalisiert und problematisiert, sondern Jugendliche als Handelnde in Szene setzt.

Die fehlende Beteiligung von Jugendlichen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird aber nicht nur an der fehlenden Beteiligung am Jugendkanal deutlich, sondern zeigt sich auch beim zweiten großen aktuellen Medienthema, nämlich der Zusammensetzung der Aufsichtsgremien und speziell des ZDF–Fernsehrats.

Jugendliche im ZDF-Fernsehrat? Kein Thema!

Hier geht es darum, dass die Besetzung zu stark von Politik dominiert wird und die nötige Staatsferne nicht erkennbar sei. In dem Zusammenhang wird in den Medien momentan viel darüber diskutiert, dass einige wesentliche gessellschaftlichen Gruppen nicht im Fernsehrat vertreten sind und die Zusammensetzung nicht mehr zeitgemäß sei. Das ist vollkommen richtig! Interessant an der Diskussion ist aber, dass Jugendliche und Jugendverbände /-organisationen in diesem Kontext nicht genannt werden. Sie sind bisher nicht im Fernsehrat vertreten und werden in der öffentlichen Diskussion scheinbar nicht als gesellschaftlich relevante Gruppe wahrgenommen, die zwingend eingebunden werden müsste und die Medienlandschaft mitgestalten sollte. Und das, obwohl ständig darüber gemeckert wird, dass die jungen Zielgruppen nicht erreicht werden und dass der Rundfunk sich dem digitalen Zeitalter stellen muss.

Beide Themen zeigen, dass Jugendliche zwar als Zielgruppe interessant sind,  Jugendliche ernsthaft einzubinden wäre ein wichtiger Schritt dorthin!

Hintergrund zu diesem Beitrag: im Rahmen der Medienkonferenz des Deutschen Bundesjugendrings, die aus den Jugendvertreter_innen in den Rundfunkräten und Landesmedienanstalten zusammengesetzt ist, haben wir ein Positionspapier zur Jugendbeteiligung an Medienangeboten beschlossen, das unter anderem auf die hier diskutierten Themen eingeht und hier zum Download bereitsteht. Dieses wurde kurz vor der Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz veröffentlicht.

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Fahrrad-Navigation-Apps für Android- Erfahrungsbericht Fahrrad-Navi-Urlaub (Teil 2)

29. August 2013

Im zweiten Teil des Erfahrungsberichts stelle ich Lösungen für Fahrrad-Navigation für Android vor. Für meinen Radurlaub wollte ich mir nicht extra ein Navigationsgerät anschaffen (hab ja schon ein smartphone ;-) ), so dass ich die Auswahl auf Android-Apps reduzierte. Wichtig war weiter, dass es komplett offline funktioniert, da ich im Ausland unterwegs war und Roaming-Kosten vermeiden wollte. Und hier reduzierte sich die Auswahl schon massiv: einige nutzen Online-Karten, es gibt aber auch Apps, die zwar Offline-Kartenmaterial verwenden, aber für die Routenberechnung aufs Netz zugreifen, was sie für mich für diesen Zweck unbrauchbar machte.

Hier stelle ich einige Apps vor, die ich getestet oder mit denen ich mich beschäftigt habe. Nicht alle erfüllen das Offline-Kriterium, aber für den Alltagsgebrauch ist dies sicher auch eine spezielle Anforderung, die nicht alle an ihr Navi haben dürften.

Folgende Apps stelle ich hier vor:

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Ökostrom beim Radeln – Erfahrungsbericht Fahrrad-Navi-Urlaub (Teil1)

5. August 2013

zzing und Smartphone am Rad

Das “zzing” zum Stromladen hatte ich am Vorbau befestigt, von wo aus es mein Smartphone durch ein 20cm kurzes USB-Kabel mit Strom versorgte.

Mein Sommerurlaub liegt dieses Jahr schon etwas zurück, der war nämlich schon im Mai. Mit dem Rad von Budapest nach Belgrad an der Donau entlang. Ich nutzte den Urlaub, um selbst Ökostromproduzent zu werden und mein Smartphone auch ohne Steckdose lange betreiben zu können. Ein Navi sollte den Weg weisen und so habe ich mich im Vorfeld auf die Suche gemacht, wie es klappen könnte, ein Smartphone im Ausland dafür zu nutzen und nicht ständig einen leeren Akku zu haben. Ich stand vor allem vor zwei großen Problemen: um teures Roaming zu vermeiden, musste es ein offline-Navi sein; und da wir vorhatten viel zu zelten und nicht immer eine Steckdose in der Nähe war, brauchte ich eine Lösung zum Akku-Laden.

Stromladegeräte für Nabendynamos

Es gibt Ladegeräte, die Nabendynamos nutzen, um nicht Licht, sondern Strom zu erzeugen. Auch wenn diese noch nicht so verbreitet sind, finde ich die Idee super! Beim Radfahren kann damit ständig Strom erzeugt werden, und wenn man regelmäßig – zum Beispiel täglich zur Arbeit – fährt, kann dies reichen, um die benötigte Energie fürs Handy zusammen zu bekommen. Gerade für Fahrradurlaube, in denen viel gefahren wird und möglicherweise sogar mit Navi, ist solch ein Gerät ein nützlicher Begleiter. Ich begann mich zu erkundigen, was es gibt und was wichtig ist zu bedenken. Die einfachsten Geräte gibt es schon für ab 10€, aber natürlich haben sie Nachteile. Einen guten Überblick über verschiedene Systeme und Vor- und Nachteile bietet die Seite fahrradzukunft.de. Aktuell gibt es auch einen Test von sechs Ladegeräten in der Ausgabe 4/2013 der Zeitschrift Trekkingbike.

Ein wichtiger Aspekt war für mich die Zwischenspeicherung im Akku. Wird die Energie direkt ans Handy oder Navi weitergegeben, entstehen beim Radfahren ständige Wechsel zwischen Auf- und Entladung durch Stoppen an Ampeln oder sonstwo. Auch wird die Reichweite natürlich erhöht, wenn die Energie zwischengespeichert werden kann und ein voller Handy-Akku und der Ladegerät-Akku mit auf die Reise geht. Ein weiterer Aspekt ist die einfache und saubere Montage. Entscheidet man sich nicht für ein ganz billiges System, das dauerhaft montiert werden kann, sollte man es leicht wieder abnehmen können. Das macht Sinn gegen Diebstahl, aber auch gegen Wind und Wetter. Ein weiterer Aspekt ist die Regenfestigkeit, wobei eine völlige Dichtheit für mich nur Sinn macht, wenn man auch das Handy samt Anschlusskabel völlig regendicht auf dem Lenker montieren kann – mit nassem Handy nützt auch ein regendichtes Ladegerät nichts.

Ich entschied mich schließlich für das zzing. Die Gründe dafür waren vor allem der Akku, der auch mit Netzteil an der Steckdose aufladbar ist und daher schon vor der Tour voll geladen mit auf die Reise gehen kann, und die einfache Anbringung mit clickfix-System. Außerdem  schien es mir am besten durchdacht und praxistauglich.

Das zzing kam schick verpackt an.

Das zzing kam liebevoll verpackt an.

Die Erwartungen konnte das zzing dann im Einsatz auch erfüllen. Schon bei langsamer Geschindigkeit (im Web hieß es ab 12 km/h, meins sprang auch schon bei deutlich langsamerer Fahrt an) wurde der Akku geladen, was man ein einer LED sehen kann. Die Montage war einfach und anders als in der Anleitung produziert es bei mir auch Strom, wenn das Licht angeschaltet ist (vielleicht weniger?).  Die Anbringung mit dem clickfix-System ist durchdacht und sehr einfach. Dass es keine absoute Regenfestigkeit hat, hat mich nicht gestört. Spritzwasser und leichten Regen kann das zzing gut ab, wenn die Anschlüsse belegt und vielleicht nicht gerade nach oben ausgerichtet sind. Und bei Starkregen habe ich sowieso das Smartphone eingepackt und konnte auch auf das Akkuladen in dieser Zeit verzichten (meist fährt man ohnehin nicht stundenlang im Regen).

Der Akku reichte im Schnitt drei Tage, wenn das Navi angeschaltet war und der Akku zu Beginn geladen war. Im Endeffekt benötigt mein Smartphone (Samsung Galaxy Note mit großem Display) mit aktivem Navi und angeschaltetem Display mehr Strom, als das zzing produzieren kann. Aber durch die Möglichkeit, hin und wieder mit einer Steckdose nachzuhelfen, reicht es vollkommen aus. Außerdem muss man beim Radfahren auch nicht immer das Display eingeschaltet lassen. Den einzigen wirklichen Nachteil fand ich, dass es keine Möglichkeit gibt, den Ladestand des Akkus zu überprüfen. Die Frage, ob es sich lohnt, nach einer Steckdose Ausschau zu halten, oder ob der Akku noch gut geladen ist, lässt sich leider nicht beantworten. Das ist auch auf Dauer ein Nachteil, wenn das Gerät nicht mehr so regelmäßig in Betrieb ist, weil es für die Akkupflege wichtig ist, den Akku regelmäßig komplett zu laden und zu entladen. Aber auch wenn dies noch verbessert werden könnte,war das zzing eine sehr gute Anschaffung, die ich wieder tätigen würde! Toll ist auch, dass das zzing nicht nur am Fahrrad funktioniert, sondern überall als Zweitakku genutzt werden kann!

In Teil 2 berichte ich (demnächst) über Offline-Fahrrad-Navi-Apps für Android, bei denen ich länger nach einer Lösung suchen musste, die meinen Bedürfnissen gerecht wurde.

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Twitterwall als Beteiligungsmethode auf Veranstaltungen nutzen!

10. November 2012

Die Twitterwall wurde während der Diskussion zur Wegwerfgesellschaft (in Bezug auf Lebensmittel) stark genutzt und brachte oft genau die Fragen in den Fokus, die die TeilnehmerInnen bewegten.

Twitterwalls sind tools, die bestimmte Beiträge auf Twitter übersichtlich darstellen. Sie lassen sich nutzen, um beispielsweise alle Beiträge zu einem Hashtag (Stichwort bei twitter) zu visualisieren (vgl. Fotos). Auf dem Jugendkongress “Burger, Bauern & Banditen” von JANUN e.V. und anderen nutzten wir twitterwalls aktiv als Beteiligungsmethode bei Podiumsdiskussionen.

Hierzu wurde eine Twitterwall mit Beamer an die Leinwand hinter dem Podium projiziert, so dass alle ZuhörerInnen die aktuellsten Beiträge sehen konnten. Zuvor wurde ein Hashtag verabredet, das in jedem Tweet enthalten sein muss, damit es an der Wall erscheint, in unserem Fall war das #2012bbb. Da nicht viele der TeilnehmerInnen ein Smartphone (und keinen eigenen Twitter-Account) hatten, verteilten wir geliehene Geräte (iPads, Netbooks, Notebooks) ans Publikum. Auf allen Geräten war bereits ein Twitter-Account installiert, der von allen genutzt werden konnte. Wir erstellten drei verschiedene Veranstaltungsaccounts, von denen wir je einen auf den Geräten installierten. Wer einen eigenen Account hatte, konnte natürlich auch diesen benutzen. So waren alle TeilnehmerInnen während der gesamten Diskussion in der Lage, Fragen zu stellen und Kommentare und Meinungen abzugeben, ohne sich melden und die Diskussion unterbrechen zu müssen.

Damit das Podium auch auf die Fragen und Anmerkungen eingehen konnte, stellten wir mehrere Bildschirme auf die Bühne, auf denen ebenfalls die Twitterwall zu sehen war. So wussten die Podiumsgäste, welche Meinungen vertreten sind, welche Fragen an sie gestellt werden etc. Und sie konnten bei ihren Beiträgen selbst entscheiden, ob sie auf die Tweets eingehen wollen oder nicht.

Als Twitterwall nutzten wir den Dienst twitwalls.com. Dort kann man sich leicht mit seinem Twitter-Account einloggen, ein Hashtag eingeben und bekommt dann direkt die Twitterwall auf den Bildschirm. Ebenso getestet haben wir twitterwall.me, was sich leider nicht eignete, weil nach einer gewissen Zeit die Wall verschwand und durch ein prouktbezogene Seite ersetzt wurde. Leider, denn ansonsten ist das Design der Twitterwall auch sehr gut für diesen Zweck nutzbar. Nicht für diesen Zwedck nutzbar dagegen ist der sehr chice und dynamische Dienst visibletweets.com, weil er zuviel Unruhe schafft und vom Programm ablenkt.

Fazit:

Mehrere Bildschirme auf der Bühne sorgten dafür, dass die Podiumsgäste die Twitterwall ebenfalls sehen konnten. Sie gingen regelmäßig auf Tweets aus dem Publikum ein.

Die anfängliche Skepsis der meisten an der Vorbereitung Beteiligten wich einer Faszination. Die “Methode Twitterwall” schaffte es tatsächlich, eine sonst oft sehr podiumslastige Diskussion wesentlich lebendiger und vielfältifger zu machen und die Fragen, Meinungen und Bedürfnisse der Anwesenden wesentlich stärker einzubringen. Im Gegensatz zu klassischen Podiumsdiskussionen, bei denen es oft nur am Ende 10 Minuten Zeit für Beteiligung gibt (die gab es hier auch!), wurde des gesamte Verlauf der Diskussion vom Publikum beeinflusst und Schwerpunkte dort gesetzt, wo es besonders viele Nachfragen oder unterschiedliche Meinungen gab. Auch aufgefallen ist, dass zumindest die jugendlichen TeilnehmerInnen unseres Kongresses nur zu einem sehr kleinen Prozentsatz mit Smartphones ausgestattet war. Die Quote der Twitter-NutzerInnen unter unseren Jugendlichen war sogar noch niedriger. Daher war es besonders wichtig, ausreichend vorbereitete Geräte ins Publikum zu geben, die die Beteiligung auf diese Weise ermöglichten. Und das ohne zu viel Unruhe durch ständiges Weitergeben von iPads und co. zu schaffen. Dafür war sicher auch die Sitzordnung (Tische mit je ca. 10 Personen) hilfreich, da jede Tischgruppe sehr gut und ohne Störung die Geräte wechseln konnte.

Vorstellbar ist eine solche Beteiligungsmethode nicht nur bei Podiumsdiskussionen. Auch auf Delegiertenversammlungen (solange es um öffentliche Diskussionen geht), Planungstreffen mit vielen Beteiligten, oder auch Seminaren, Camps oder ähnlichen Jugendveranstaltungen sind Beteiligungsmöglichkeiten per Twitter sehr gut einsetzbar.  Bei längeren Veranstaltungen kann beispielsweise immer mal wieder eine Twitterwall eingesetzt werden und die Beiträge beziehen sich dann eben nicht nur auf eine Diskussion, sondern auf das komplette Camp etc.

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Gemeinsam recherchieren ohne Doppelstrukturen mit Social-Bookmark-Diensten!

10. Mai 2012

Juleica als Lesezeichen

Eigentlich kein Lesezeichen, aber eine weitere Funktion der Juleica.

Wer kennt das nicht: ich recherchiere irgendein Thema, finde spannende Seiten, speichere sie mir als Lesezeichen. Und drei Tage später sitze ich im Büro und suche die Seite wieder, weil die Lesezeichen nur auf meinem Privatrechner gespeichert sind. Oder ich schicke mir die url per Email, um sie bei Bedarf wieder zu finden und durchforste dann mein Email-Postfach nach einzelnen Mails mit links. Noch größeres Durcheinander wird es, wenn man mit mehreren Leuten zum gleichen Thema recherchiert und sich Informationen gegenseitig hin und her schickt. Beispielsweise bei der Recherche für ein Buchprojekt, einen Projektantrag, einen Antrag an die Delegiertenversammlung,… Und hier können Social-Bookmark-Dienste große Dienste leisten!

Was sind Social Bookmarks?

Grundsätzlich sind Social-Bookmark-Dienste einfach Tools, die Lesezeichen auf einem Server im Netz ablegen. Der Vorteil ist hier, dass man von überall auf sie zugreifen kann, sobald man einen Internetanschluss hat. Dazu gibt es meist die Möglichkeit, Lesezeichen privat oder öffentlich oder für bestimmte NutzerInnen zugänglich zu speichern, mit Schlagworten zu versehen, zu kommentieren und einiges anderes mehr. Bekannte Dienste sind delicious.com (das ich biher nicht genutzt habe, aber vor allem in den USA sehr verbreitet ist) oder Mister Wong, was in Deutschland weiter verbreitet ist (Update 15.7.2013: Mister Wong wird in der beschriebenen bisherigen Form nicht weiter existieren. Es wird als “Social-Shopping-Plattform” unter dem Motto: “Mister Wong goes Fashion” relaunched werden). Es gibt aber auch eine Vielzahl an weiteren Diensten. Für die im Folgenden vorgestellten Zwecke kann auch ein Dienst wie pinterest.com interessant sein, bei dem Lesezeichen in Form von Bildern auf “Boards” (Pinnwände) gespeichert werden, die kommentiert werden können. Pinterest ist zwar eigentlich nicht primär für gemeinsame Recherchen gedacht, lässt sich dafür aber durchaus nutzen und wirkt aufgeräumt und chic durch, weil die Webseiten nicht durch Texte, sondern Bilder dargestellt werden.

Gemeinsam Recherchieren

An einem Beispiel beschreibe ich die Vorteile eines Social-Bookmark-Diensts zur Recherche und zum Teilen von Wissen. Bereits 2009 starteten wir die Recherchen für ein Juleica-Praxisbuch “Klimafreundliche Jugendarbeit”. Darin sollten sowohl Hintergundwissen aus den Themenbereichen Klima und Klimawandel enthalten sein wie auch

neXTklima-Gruppe auf Mister-Wong

Screenshot der neXTklima-Gruppe auf Mister-Wong.

Handlungsmöglichkeiten in der Jugendarbeit und konkrete Aktivitäten von Jugendverbänden. Mehrere Personen arbeiteten zu unterschiedlichen Themen, fanden aber immer wieder interessante Fakten auch zu Themenbereichen der anderen, oder gut gemachte Seiten, Methoden,… Um die Suchergebnisse systematisch zu erfassen, entschieden wir uns schließlich, den Dienst “Mister Wong” zu nutzen. Alle erstellten sich einen Account und wir gründeten die Gruppe “nextklima”, zu der alle Mitarbeitenden dann hinzugefügt wurden und somit Lesezeichen für die Gruppe speichern konnten. Wer etwas interessantes fand, speicherte es durch einen Click auf das Feld “Seite speichern”. Dieses Feld kann über eine Browser-Toolbar zum Browser hinzugefügt werden. Beim Clicken öffnet sich ein neues Fenster, in das bereits die aktuelle url und der Titel der Seite eingetragen ist. Hier kann die zu speichernde Seite beschrieben / kommentiert werden, mit Schlagwörtern versehen und über Facebook oder twitter geteilt werden. Das Lesezeichen kann schließlich privat oder öffentlich gespeichert werden und auch in eine Gruppe (in unserem Fall nextklima) gepostet werden. Nutzen mehrere NutzerInnen dieses System, entsteht eine aktuelle Sammlung der Rechercheergebnisse. Eingesehen werden können die Inhalte der Gruppe ebenfalls über einen Button im Browser, der direkt zu den eigenen Lesezeichen führt. Außerdem steht ein Gruppen-Forum zur Diskussion zur Verfügung und es gibt einige weitere Möglichkeiten.

Wichtig: Schlagworte pflegen

Auch offline dienen Schlagworte einer besseren Strukturierung

Die Gruppenseite von Mister Wong beinhaltet eine Schlagwortwolke der gespeicherten Gruppen-Ergebnisse. Durch einen Klick auf ein Schlagwort werden alle Ergebnisse gelistet, die diesem zugeordnet sind. Entsprechend ist es wichtig, mit Schlagwörtern veranstwortungsvoll umzugehen und sie gleich (nach der gleichen Logik) zu benennen und nicht durch Synonyme eine Unübersichtlichkeit zu erzeugen. Je öfter ein Treffer vorkommt, desto größer wird der Begriff in der Wolke dargestellt. Und bei den Schlagworten beginnt die Arbeit: wie in “realen” Bibliotheken oder Archiven ist es wichtig, dass sich jemand um die Ordnung kümmert, hin und wieder danach schaut, ob Neueinträge der Logik entsprechen und Schlagworte evtl. anpasst. Nimmt man diesen einigermaßen überschaubaren Aufwand in Kauf, hat man dafür ein System, das das gemeinsame Arbeiten ungemein erleichtern und helfen kann, Mahrfacharbeit zu vermeiden.

Etwas anders gelagert wäre die Nutzung von Pinterest. hier können sogenannte “Boards” (Pinnwände) gemeinsam bestückt werden. An deren Einträge (Webseiten-Bilder + Erklärung) können anschließend Kommentare gepostet werden, so dass neue Rechercheergebnisse gleich gemeinsam diskutiert und bewertet werden können. Der Nachteil ist, dass Pinterest keine Schlagworte kennt: es muss also für jeden Themenbereich ein einzelnes “Board” erstellt werden, in das die entsprechenden Lesezeichen abgelegt werden. Der Nachteil ist, dass sie beim Anpinnen jeweils einem Board zugeordnet werden müssen und nicht wie bei Schlagwörtern mehreren Themenbereichen zugeordnet werden können.

 

 

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Telefonkonferenzen mit Webtools unterstützen

2. April 2012

Telefonkonferenzen können hilfreiche Mittel sein. Gerade auf überregionaler Ebene müssen oft Dinge geklärt werden, auch wenn nicht alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Treffen anreisen können. Mittlerweile werden stattdessen gerne auch Videokonferenzen via Skype oder andere Dienste genutzt. Wenn die technische Ausstattung und die Bandbreite aller Beteiligten es zulässt, kann die Möglichkeit sich nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen, sicherlich zur produktiveren Arbeit beitragen.

google-docs oder Etherpads parallel zur TK nutzen

Eine andere Möglichkeit, die Konzentration der Beteiligten mittels Internet zu erhöhen und das gemeinsame Arbeiten visuell zu unterstützen, ist die parallele Nutzung von Web-Dokumenten. Hierfür bietet sich google-docs an, aber auch etherpads von anderen Anbietern oder zum selbst installieren sind möglich.

Etherpads sind einfache Textverarbeitungsprogramme, die auf Servern laufen und auf die mehrere Personen gleichzeitig zugreifen und in ihnen schreiben können. In letzter Zeit haben vor allem die Piraten den Begriff populär gemacht, weil sie ihre Sitzungen mit diesen und anderen Tools unterstützen und somit Transparenz schaffen und kollaboratives Arbeiten möglich machen. Google-Docs ist ein weiterentwickeltes etherpad, das auf der gleichen Technik basiert. Der Vorteil hier ist aber, dass google dem Dienst eine chice Oberfläche spendiert hat und google-docs wesentlich einfacher und intuitiver erscheint als andere etherpads, die z.B. hier getestet und genutzt werden können. Weiter ist vorteilhaft, dass Dokumente unkompliziert so konfiguriert werden können, dass sie entweder öffentlich sind, nur für bestimmte Email-Adressen freigegeben werden, oder für alle zugänglich sind, die über den (sehr langen) Link zum Dokument verfügen. Dieser kann per Email, facebook oder was auch immer an die Beteiligten verschickt werden – ob die Datei im Lese- oder auch im Schreibzugriff geöffnet wird, ist einstellbar. Für die Einrichtung eines Dokuments ist ein kostenloser google-Account notwendig.

Aktuelle Tagesordnung für Alle, live-Protokoll & Diskussion

Ein Anwendungsbeispiel sind Gremien-Sitzungen. Die Tagesordnung ist für alle in der aktuellen Version sichtbar, das Protokoll kann live mitgeschrieben und von allen verfolgt werden. Beim Erstellen von Texten wie z.B. Anträgen, Pressemitteilungen oder Einladungen können Alle gleichzeitig Änderungen vornehmen (sofern gewünscht und in den Berechtigungseinstellungen aktiviert). Hilfreich ist hier auch die Diskussionsfunktion, mit der Kommentare an bestimmten Stellen im Dokument hinterlassen werden können, die sofort neben dem Dokument angezeigt werden und ebenfalls wieder kommentiert werden können. Zusätzlich gibt es eine Chat-Funktion, die ebenfalls neben dem Dokument eingeblendet werden kann. So können schnell Meinungen ausgetauscht und bewertet werden, was bei Telefonkonferenzen sonst schwierig und langwierig ist, da immer nur eine Person reden darf.

Fazit: Webtools unterstützen TKs, ersetzen aber keine Moderation

Ein gemeinsamer Blick auf ein Dokument schafft bei Telefonkonferenzen vor allem eine höhere Konzentration. Gerade bei mehereren TeilnehmerInnen und dadurch geringeren Redeanteilen besteht die Gefahr, öfter mal abzuschweifen, wenn visuelle Bezüge fehlen. Der Blick auf den Bildschirm zeigt den aktuellen Diskussionsstand und schafft Beteiligungsmöglichkeiten.

Wichtig ist aber wie bei “echten” Treffen auch eine gute Moderation. Wenn die Chat-Funktion dazu genutzt wird auszutauschen, wer sich in der Mittagspause welche Pizza bestellt, leidet die Konzentration enorm. Das ist genauso, wie wenn bei Gremiensitzungen Nebengespräche geführt werden. Hier sollte eine Person die Moderation übernehmen, die in solchen Fällen zum Unterlassen auffordert. Und wie echte Treffen brauchen auch längere Telefonkonferenzen ab und zu eine Pause.

Eine Frage für viele ist, ob google-Dienste genutzt werden sollen, oder ob es vergleichbare Alternativen gibt. Ich finde den optischen Unterschied und die Benutzerfreundlichkeit zwischen herkömmlichen Etherpads und google-docs so groß, dass ich in der Regel zu google-docs greife. Ein Argument dafür ist auch, dass nur eine Person eine Account braucht, um den Dienst nutzen zu können, weitere NutzerInnen können ohne Account mitarbeiten. Das ist zwar nicht so chic, weil die anderen Beteiligten dann nicht mit Namen, sondern mit “anonymous user xyz” angezeigt werden, geht aber auch. Letztlich ist es aber immer eine Frage der Prioritäten: technikaffine Gruppen, die nicht so einen großen Wert aufs Erscheinungsbild legen, nutzen sicherlich auch andere Etherpads, ebenso Gruppen, denen eine kritische Haltung  zu google sehr wichtig ist und dafür bereit sind, auf Vorteile zu verzichten. Für EinsteigerInnen und Gruppen, denen es wichtig ist, dass es einfach ist und funktioniert,  ist die niedrigschwelligere Version von google dagegen sicherlich vorzuziehen. Kostenlos nutzbar sind beide Varianten.

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Eigene Online-Zeitungen einfach erstellen!

25. März 2012

Logo von paper.li

Mit paper.li lassen sich unkompliziert recht chice Zeitungen erstellen.

Die Flut an Informationen wird immer größer. Was ist in meinem Arbeitsumfeld passiert? Welche aktuellen und für mich spannenden News gibt es? Warum finde ich nur Nachrichten, die mich gar nicht interessieren? Fragen wie diese werden immer häufiger. Das Filtern von Informationen und das Lesen oder Aufnehmen derselben, wird immer wichtiger.

Eigene Inhalte zusammenstellen

Eine Möglichkeit, einen schnellen Überblick über Aktuelles zu bekommen ist der Dienst paper.li, mit dem man sehr einfach eine eigene Online-Zeitung erstellen kann, die selbst ausgewählte Inhalte übersichtlich darstellt und wahlweise täglich, wöchentlich oder zweimal täglich erscheint. Die Inhalte dafür können individuell aus unterschiedlichen Quellen erstellt werden: derzeit sind das Twitter, Facebook, google+ und RSS-Feeds. Da sehr viele Organisationen, Personen, Medien und andere Gruppen diese Tools nutzen, lassen sich individuelle Zeitungen sehr gut erstellen. Was dafür nötig ist, ist die Quellen zusammenzutragen. Wenn ich also die Nachrichten von tagesschau.de in meiner Zeitung haben möchte, muss ich entweder einen RSS-Feed einfügen, oder @tagesschau bei twitter finden und die Quelle bei der Zeitungserstellung eingeben. Besonders hilfreich sind hierbei Twitter-Listen: damit lassen sich thematisch ähnliche Twitter-Accounts in eine Liste bündeln, die dann als Zeitungsquelle dienen kann. Aufgenommen werden dabei immer nur tweets, die auf eine Website verlinken – damit werden uninteressante oder reine Meinungsäußerungen / Kommentare  herausgefiltert.

Beispiel Jugendarbeit-Niedersachsen-News

Nach diesem Prinzip habe ich die Jugendarbeit-Niedersachsen-News erstellt, die über Aktuelles aus der Jugendarbeit berichtet und dies aus der Liste @st_stubenrauch/jugendarbeit-nds bezieht. Die Zeitung erscheint automatisch wöchentlich (in der Regel sonntags) und indem ich sie als eine Startseite auf meinem Browser eingestellt habe, bekomme ich sie immer direkt zu sehen.


Die Zeitung kann auch in Webseiten eingebunden werden. Übersichtlicher ist sie aber auf der Original-Seite zu finden. Die Kategorien sind festgelegt und können nicht verändert werden. Dafür sind ältere Ausgaben im Archiv zu finden.

Die dauerhafte Aufgabe bei dieser Art Twitter zu lesen ist es, regelmäßig die Quellen zu überprüfen: haben weitere Akteure angefangen zu twittern? Kann ich Akteure, die nicht twittern anders einbinden?

Fazit

Ich finde paper.li deshalb so attraktiv, weil es chic und einfach ist. Ich scrolle nur selten Twitter-Listen auf meinem Smartphone oder PC durch. Das Zeitungslayout schafft eine Übersichtlichkeit und gibt einen schnellen Überblick über für mich wichtige News.

Der Dienst eignet sich nicht nur für wöchentliche Zeitungen wie die Jugendarbeit-Niedersachsen-News, sondern auch für tägliche oder sogar zweimal-tägliche Aktualisierungen. So liegt jeden Morgen eine aktuelle Zeitung auf dem Bildschirm oder Tablet (was ich leider noch nicht testen konnte…).

Hingewiesen sei noch darauf, dass es sicherlich mehrere Möglichkeiten gibt, twitter- und andere social-media-Kanäle anschaulich zu nutzen. Bei meiner Recherche schien mir paper.li für meine Zwecke am geeignetesten.

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LJR-Vollversammlung 2012: Vorstand wiedergewählt, Alevitische Jugend aufgenommen

6. März 2012

Der wiedergewählte Vorstand des LJR

Foto: Mark Mühlhaus, attenzione-photo.com

Drei Themen standen im Mittelpunkt der diesjährigen Vollversammlung des Landesjugendrings Niedersachsen, die am 3.3. in Hannover stattfand.

Zum einen die einstimmige Aufnahme des Bundes des Alevitischen Jugend Norden in den LJR. Damit konnte gleichzeitig ein erster Schritt des neuen Projekts “neXTkultur – Migration | Partizipation | Integration | Kooperation” getan werden, das den Delegierten bei der VV vorgestellt wurde. Cordula Hasenkamp-Meinheit und der neue Projektleiter in der Geschäftsstelle Kadir Oezdemir berichteten über die Ziele: Bis Ende 2013 soll eine Strukturanalyse von MigrantInnen-Jugend-Selbstorgansiationen (MJSO) in Niedersachsen erstellt werden, Kooperationen erfasst und Kooerations-Potentiale erkannt werden. Die Hauptzielrichtung ist es, Partizipation durch MJSO zu fördern und strukturell zu verankern, anstatt das Augenmerk darauf zu legen, einzelne Jugendliche mit Migrationshintergrund in bestehende Strukturen und Verbände zu integrieren.

Zum zweiten wurde die Situation der Jugendarbeit auf örtlicher Ebene kritisch diskutiert. Hier besteht ein dringender Entwicklungsbedarf, um ehrenamtliches Engagement vor Ort auch in Zukunft möglich und attraktiv zu machen. In vielen Orten ist der Bereich Jugendarbeit zugunsten von anderen wichtigen Aufgaben aus dem Blick geraten. Zudem haben gesellschaftliche Veränderungen die Bedingungen für ehrenamtliches Engagement verändert. Der Landesjugendring will sich in den nächsten zwei Jahren verstärkt diesem Thema widmen – erste Gespräche mit Politik sind bereits vereinbart.

Als dritter Schwerpunkt standen die Neuwahlen des Vorstands auf der Tagesordnung. Hier wurde der bisherige Vorstand für die nächsten zwei Jahre bestätigt. Im Bild von links nach rechts: Cordula Hasenkamp-Meinheit (DLRG-Jugend), Jens Risse (BDKJ, Vorstandssprecher), Susanne Martin (Deutsche Schreberjugend, Schatzmeisterin), Steffen Stubenrauch (JANUN), Kerstin Pätzold (DGB-Jugend), Cornelia Grothe (AEJN).

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