Archiv der Kategorie 'Medienkompetenz'

Beispiele für Soziale Medien in der Verbands- und Bildungsarbeit

10. Januar 2014

Heute war ich auf einer spannenden Tagung von Arbeit und Leben Niedersachsen zum Thema Social Media eingeladen, die sich mit sehr unterschiedlichen Aspekten Sozialer Medien beschäftigte und von der ich leider nur den letzten Tag mitnehmen konnte. Das Thema meines Inputs lautete “Nutzungsmöglichkeiten und Beispiele für Soziale Medien in der Verbands- und Bildungsarbeit”. Nach einer kurzen Einführung zu Herausforderungen für Verbands- und Bildungsarbeit, die sich u.a. aus dem Wandel der Kommunikationskultur und der Verbreitung von Sozialen Medien entwickelt haben, stellte ich einige Nutzungsmöglichkeiten Sozialer Medien in Verbandsarbeit, Jugendarbeit und Bildungsarbeit vor, gab Praxistipps und berichte von konkreten Beispielen und Erfahrungen. Besonders spannend an Social Media in diesem Kontext sind meines Erachtens die sich hieraus ergebenden Möglichkeiten für neue Beteiligungs- und Demokratieformen. Hierzu gibt es bereits erste Empfehlungen und Anhaltspunkte für gelingende ePartizipation, es gilt aber, viel zu experimentieren und Erfahrungen zu sammeln! Natürlich gibt es auch viele Schwierigkeiten und offene Fragen, aber die Chancen für eine lebendigere Mitbestimmungs- und Beteiligungskultur sollten Ansporn sein, neue Wege zu erkunden!
Die Präsentation habe ich hier eingebunden, weiteres zum Thema demnächst hier.

Nutzungsmöglichkeiten und Beispiele für Soziale Medien in Verbands- und Bildungsarbeit from Steffen Stubenrauch

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Gemeinsam recherchieren ohne Doppelstrukturen mit Social-Bookmark-Diensten!

10. Mai 2012

Juleica als Lesezeichen

Eigentlich kein Lesezeichen, aber eine weitere Funktion der Juleica.

Wer kennt das nicht: ich recherchiere irgendein Thema, finde spannende Seiten, speichere sie mir als Lesezeichen. Und drei Tage später sitze ich im Büro und suche die Seite wieder, weil die Lesezeichen nur auf meinem Privatrechner gespeichert sind. Oder ich schicke mir die url per Email, um sie bei Bedarf wieder zu finden und durchforste dann mein Email-Postfach nach einzelnen Mails mit links. Noch größeres Durcheinander wird es, wenn man mit mehreren Leuten zum gleichen Thema recherchiert und sich Informationen gegenseitig hin und her schickt. Beispielsweise bei der Recherche für ein Buchprojekt, einen Projektantrag, einen Antrag an die Delegiertenversammlung,… Und hier können Social-Bookmark-Dienste große Dienste leisten!

Was sind Social Bookmarks?

Grundsätzlich sind Social-Bookmark-Dienste einfach Tools, die Lesezeichen auf einem Server im Netz ablegen. Der Vorteil ist hier, dass man von überall auf sie zugreifen kann, sobald man einen Internetanschluss hat. Dazu gibt es meist die Möglichkeit, Lesezeichen privat oder öffentlich oder für bestimmte NutzerInnen zugänglich zu speichern, mit Schlagworten zu versehen, zu kommentieren und einiges anderes mehr. Bekannte Dienste sind delicious.com (das ich biher nicht genutzt habe, aber vor allem in den USA sehr verbreitet ist) oder Mister Wong, was in Deutschland weiter verbreitet ist (Update 15.7.2013: Mister Wong wird in der beschriebenen bisherigen Form nicht weiter existieren. Es wird als “Social-Shopping-Plattform” unter dem Motto: “Mister Wong goes Fashion” relaunched werden). Es gibt aber auch eine Vielzahl an weiteren Diensten. Für die im Folgenden vorgestellten Zwecke kann auch ein Dienst wie pinterest.com interessant sein, bei dem Lesezeichen in Form von Bildern auf “Boards” (Pinnwände) gespeichert werden, die kommentiert werden können. Pinterest ist zwar eigentlich nicht primär für gemeinsame Recherchen gedacht, lässt sich dafür aber durchaus nutzen und wirkt aufgeräumt und chic durch, weil die Webseiten nicht durch Texte, sondern Bilder dargestellt werden.

Gemeinsam Recherchieren

An einem Beispiel beschreibe ich die Vorteile eines Social-Bookmark-Diensts zur Recherche und zum Teilen von Wissen. Bereits 2009 starteten wir die Recherchen für ein Juleica-Praxisbuch “Klimafreundliche Jugendarbeit”. Darin sollten sowohl Hintergundwissen aus den Themenbereichen Klima und Klimawandel enthalten sein wie auch

neXTklima-Gruppe auf Mister-Wong

Screenshot der neXTklima-Gruppe auf Mister-Wong.

Handlungsmöglichkeiten in der Jugendarbeit und konkrete Aktivitäten von Jugendverbänden. Mehrere Personen arbeiteten zu unterschiedlichen Themen, fanden aber immer wieder interessante Fakten auch zu Themenbereichen der anderen, oder gut gemachte Seiten, Methoden,… Um die Suchergebnisse systematisch zu erfassen, entschieden wir uns schließlich, den Dienst “Mister Wong” zu nutzen. Alle erstellten sich einen Account und wir gründeten die Gruppe “nextklima”, zu der alle Mitarbeitenden dann hinzugefügt wurden und somit Lesezeichen für die Gruppe speichern konnten. Wer etwas interessantes fand, speicherte es durch einen Click auf das Feld “Seite speichern”. Dieses Feld kann über eine Browser-Toolbar zum Browser hinzugefügt werden. Beim Clicken öffnet sich ein neues Fenster, in das bereits die aktuelle url und der Titel der Seite eingetragen ist. Hier kann die zu speichernde Seite beschrieben / kommentiert werden, mit Schlagwörtern versehen und über Facebook oder twitter geteilt werden. Das Lesezeichen kann schließlich privat oder öffentlich gespeichert werden und auch in eine Gruppe (in unserem Fall nextklima) gepostet werden. Nutzen mehrere NutzerInnen dieses System, entsteht eine aktuelle Sammlung der Rechercheergebnisse. Eingesehen werden können die Inhalte der Gruppe ebenfalls über einen Button im Browser, der direkt zu den eigenen Lesezeichen führt. Außerdem steht ein Gruppen-Forum zur Diskussion zur Verfügung und es gibt einige weitere Möglichkeiten.

Wichtig: Schlagworte pflegen

Auch offline dienen Schlagworte einer besseren Strukturierung

Die Gruppenseite von Mister Wong beinhaltet eine Schlagwortwolke der gespeicherten Gruppen-Ergebnisse. Durch einen Klick auf ein Schlagwort werden alle Ergebnisse gelistet, die diesem zugeordnet sind. Entsprechend ist es wichtig, mit Schlagwörtern veranstwortungsvoll umzugehen und sie gleich (nach der gleichen Logik) zu benennen und nicht durch Synonyme eine Unübersichtlichkeit zu erzeugen. Je öfter ein Treffer vorkommt, desto größer wird der Begriff in der Wolke dargestellt. Und bei den Schlagworten beginnt die Arbeit: wie in “realen” Bibliotheken oder Archiven ist es wichtig, dass sich jemand um die Ordnung kümmert, hin und wieder danach schaut, ob Neueinträge der Logik entsprechen und Schlagworte evtl. anpasst. Nimmt man diesen einigermaßen überschaubaren Aufwand in Kauf, hat man dafür ein System, das das gemeinsame Arbeiten ungemein erleichtern und helfen kann, Mahrfacharbeit zu vermeiden.

Etwas anders gelagert wäre die Nutzung von Pinterest. hier können sogenannte “Boards” (Pinnwände) gemeinsam bestückt werden. An deren Einträge (Webseiten-Bilder + Erklärung) können anschließend Kommentare gepostet werden, so dass neue Rechercheergebnisse gleich gemeinsam diskutiert und bewertet werden können. Der Nachteil ist, dass Pinterest keine Schlagworte kennt: es muss also für jeden Themenbereich ein einzelnes “Board” erstellt werden, in das die entsprechenden Lesezeichen abgelegt werden. Der Nachteil ist, dass sie beim Anpinnen jeweils einem Board zugeordnet werden müssen und nicht wie bei Schlagwörtern mehreren Themenbereichen zugeordnet werden können.

 

 

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Telefonkonferenzen mit Webtools unterstützen

2. April 2012

Telefonkonferenzen können hilfreiche Mittel sein. Gerade auf überregionaler Ebene müssen oft Dinge geklärt werden, auch wenn nicht alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Treffen anreisen können. Mittlerweile werden stattdessen gerne auch Videokonferenzen via Skype oder andere Dienste genutzt. Wenn die technische Ausstattung und die Bandbreite aller Beteiligten es zulässt, kann die Möglichkeit sich nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen, sicherlich zur produktiveren Arbeit beitragen.

google-docs oder Etherpads parallel zur TK nutzen

Eine andere Möglichkeit, die Konzentration der Beteiligten mittels Internet zu erhöhen und das gemeinsame Arbeiten visuell zu unterstützen, ist die parallele Nutzung von Web-Dokumenten. Hierfür bietet sich google-docs an, aber auch etherpads von anderen Anbietern oder zum selbst installieren sind möglich.

Etherpads sind einfache Textverarbeitungsprogramme, die auf Servern laufen und auf die mehrere Personen gleichzeitig zugreifen und in ihnen schreiben können. In letzter Zeit haben vor allem die Piraten den Begriff populär gemacht, weil sie ihre Sitzungen mit diesen und anderen Tools unterstützen und somit Transparenz schaffen und kollaboratives Arbeiten möglich machen. Google-Docs ist ein weiterentwickeltes etherpad, das auf der gleichen Technik basiert. Der Vorteil hier ist aber, dass google dem Dienst eine chice Oberfläche spendiert hat und google-docs wesentlich einfacher und intuitiver erscheint als andere etherpads, die z.B. hier getestet und genutzt werden können. Weiter ist vorteilhaft, dass Dokumente unkompliziert so konfiguriert werden können, dass sie entweder öffentlich sind, nur für bestimmte Email-Adressen freigegeben werden, oder für alle zugänglich sind, die über den (sehr langen) Link zum Dokument verfügen. Dieser kann per Email, facebook oder was auch immer an die Beteiligten verschickt werden – ob die Datei im Lese- oder auch im Schreibzugriff geöffnet wird, ist einstellbar. Für die Einrichtung eines Dokuments ist ein kostenloser google-Account notwendig.

Aktuelle Tagesordnung für Alle, live-Protokoll & Diskussion

Ein Anwendungsbeispiel sind Gremien-Sitzungen. Die Tagesordnung ist für alle in der aktuellen Version sichtbar, das Protokoll kann live mitgeschrieben und von allen verfolgt werden. Beim Erstellen von Texten wie z.B. Anträgen, Pressemitteilungen oder Einladungen können Alle gleichzeitig Änderungen vornehmen (sofern gewünscht und in den Berechtigungseinstellungen aktiviert). Hilfreich ist hier auch die Diskussionsfunktion, mit der Kommentare an bestimmten Stellen im Dokument hinterlassen werden können, die sofort neben dem Dokument angezeigt werden und ebenfalls wieder kommentiert werden können. Zusätzlich gibt es eine Chat-Funktion, die ebenfalls neben dem Dokument eingeblendet werden kann. So können schnell Meinungen ausgetauscht und bewertet werden, was bei Telefonkonferenzen sonst schwierig und langwierig ist, da immer nur eine Person reden darf.

Fazit: Webtools unterstützen TKs, ersetzen aber keine Moderation

Ein gemeinsamer Blick auf ein Dokument schafft bei Telefonkonferenzen vor allem eine höhere Konzentration. Gerade bei mehereren TeilnehmerInnen und dadurch geringeren Redeanteilen besteht die Gefahr, öfter mal abzuschweifen, wenn visuelle Bezüge fehlen. Der Blick auf den Bildschirm zeigt den aktuellen Diskussionsstand und schafft Beteiligungsmöglichkeiten.

Wichtig ist aber wie bei “echten” Treffen auch eine gute Moderation. Wenn die Chat-Funktion dazu genutzt wird auszutauschen, wer sich in der Mittagspause welche Pizza bestellt, leidet die Konzentration enorm. Das ist genauso, wie wenn bei Gremiensitzungen Nebengespräche geführt werden. Hier sollte eine Person die Moderation übernehmen, die in solchen Fällen zum Unterlassen auffordert. Und wie echte Treffen brauchen auch längere Telefonkonferenzen ab und zu eine Pause.

Eine Frage für viele ist, ob google-Dienste genutzt werden sollen, oder ob es vergleichbare Alternativen gibt. Ich finde den optischen Unterschied und die Benutzerfreundlichkeit zwischen herkömmlichen Etherpads und google-docs so groß, dass ich in der Regel zu google-docs greife. Ein Argument dafür ist auch, dass nur eine Person eine Account braucht, um den Dienst nutzen zu können, weitere NutzerInnen können ohne Account mitarbeiten. Das ist zwar nicht so chic, weil die anderen Beteiligten dann nicht mit Namen, sondern mit “anonymous user xyz” angezeigt werden, geht aber auch. Letztlich ist es aber immer eine Frage der Prioritäten: technikaffine Gruppen, die nicht so einen großen Wert aufs Erscheinungsbild legen, nutzen sicherlich auch andere Etherpads, ebenso Gruppen, denen eine kritische Haltung  zu google sehr wichtig ist und dafür bereit sind, auf Vorteile zu verzichten. Für EinsteigerInnen und Gruppen, denen es wichtig ist, dass es einfach ist und funktioniert,  ist die niedrigschwelligere Version von google dagegen sicherlich vorzuziehen. Kostenlos nutzbar sind beide Varianten.

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Eigene Online-Zeitungen einfach erstellen!

25. März 2012

Logo von paper.li

Mit paper.li lassen sich unkompliziert recht chice Zeitungen erstellen.

Die Flut an Informationen wird immer größer. Was ist in meinem Arbeitsumfeld passiert? Welche aktuellen und für mich spannenden News gibt es? Warum finde ich nur Nachrichten, die mich gar nicht interessieren? Fragen wie diese werden immer häufiger. Das Filtern von Informationen und das Lesen oder Aufnehmen derselben, wird immer wichtiger.

Eigene Inhalte zusammenstellen

Eine Möglichkeit, einen schnellen Überblick über Aktuelles zu bekommen ist der Dienst paper.li, mit dem man sehr einfach eine eigene Online-Zeitung erstellen kann, die selbst ausgewählte Inhalte übersichtlich darstellt und wahlweise täglich, wöchentlich oder zweimal täglich erscheint. Die Inhalte dafür können individuell aus unterschiedlichen Quellen erstellt werden: derzeit sind das Twitter, Facebook, google+ und RSS-Feeds. Da sehr viele Organisationen, Personen, Medien und andere Gruppen diese Tools nutzen, lassen sich individuelle Zeitungen sehr gut erstellen. Was dafür nötig ist, ist die Quellen zusammenzutragen. Wenn ich also die Nachrichten von tagesschau.de in meiner Zeitung haben möchte, muss ich entweder einen RSS-Feed einfügen, oder @tagesschau bei twitter finden und die Quelle bei der Zeitungserstellung eingeben. Besonders hilfreich sind hierbei Twitter-Listen: damit lassen sich thematisch ähnliche Twitter-Accounts in eine Liste bündeln, die dann als Zeitungsquelle dienen kann. Aufgenommen werden dabei immer nur tweets, die auf eine Website verlinken – damit werden uninteressante oder reine Meinungsäußerungen / Kommentare  herausgefiltert.

Beispiel Jugendarbeit-Niedersachsen-News

Nach diesem Prinzip habe ich die Jugendarbeit-Niedersachsen-News erstellt, die über Aktuelles aus der Jugendarbeit berichtet und dies aus der Liste @st_stubenrauch/jugendarbeit-nds bezieht. Die Zeitung erscheint automatisch wöchentlich (in der Regel sonntags) und indem ich sie als eine Startseite auf meinem Browser eingestellt habe, bekomme ich sie immer direkt zu sehen.


Die Zeitung kann auch in Webseiten eingebunden werden. Übersichtlicher ist sie aber auf der Original-Seite zu finden. Die Kategorien sind festgelegt und können nicht verändert werden. Dafür sind ältere Ausgaben im Archiv zu finden.

Die dauerhafte Aufgabe bei dieser Art Twitter zu lesen ist es, regelmäßig die Quellen zu überprüfen: haben weitere Akteure angefangen zu twittern? Kann ich Akteure, die nicht twittern anders einbinden?

Fazit

Ich finde paper.li deshalb so attraktiv, weil es chic und einfach ist. Ich scrolle nur selten Twitter-Listen auf meinem Smartphone oder PC durch. Das Zeitungslayout schafft eine Übersichtlichkeit und gibt einen schnellen Überblick über für mich wichtige News.

Der Dienst eignet sich nicht nur für wöchentliche Zeitungen wie die Jugendarbeit-Niedersachsen-News, sondern auch für tägliche oder sogar zweimal-tägliche Aktualisierungen. So liegt jeden Morgen eine aktuelle Zeitung auf dem Bildschirm oder Tablet (was ich leider noch nicht testen konnte…).

Hingewiesen sei noch darauf, dass es sicherlich mehrere Möglichkeiten gibt, twitter- und andere social-media-Kanäle anschaulich zu nutzen. Bei meiner Recherche schien mir paper.li für meine Zwecke am geeignetesten.

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Erfolgreich Termine finden: doodle-Tipps

1. März 2012

Eins der meistgenutzten Tools in der Jugendarbeit (und auch in anderen Zusammenhängen) dürfte doodle.com sein. Es ist genial einfach und ermöglicht Terminabsprachen, die auf andere Arten oft sehr nervend und langwierig sein können. Doch doodle ist kein Allheilmittel und führt erst zum Erfolg, wenn es richtig eingesetzt wird. Obwohl es schon sehr alt und sehr bekannt ist, habe ich mich deshalb dazu entschlossen einige Tipps zum erfolgreichen doodlen zu veröffentlichen.

Was ist das Geniale an doodle? Es ist kostenlos, funktioniert intuitiv, verlangt keine Anmeldung und bietet zahlreiche Auswahl- und Gestaltungsmöglichkeiten. Bei JANUN nutzen wir das tool schon lange, um Termine für Gremiensitzungen oder Projekttreffen zu finden. In der Praxis haben sich einige Tipps als sehr hilfreich erwiesen. Zunächst in Stichworten:

  • Frist setzen ung zügig entscheiden
  • Möglichst im Vorfeld Termine ausschließen
  • doodle-link muss die Zielgruppe schnell erreichen

Frist setzen und zügig entscheiden!

Besonders wichtig ist es, beim Einrichten des doodles eine Frist zu setzen, “wie lange das doodle läuft”, bis sich also alle eingetragen haben sollen. Diese Frist ist abhängig von der Gruppe und wie schnell es alle Gruppenmitglieder oder potentielle TeilnehmerInnen schaffen, sich einzutragen. Eine lange Frist sollte vermieden werden, weil alle, die sich eintragen, ihre möglichen Termine auch tatsächlich freihalten sollten. Wenn zwei oder drei Wochen vergehen, bis es eine Entscheidung gibt, haben oft viele “Mit-doodler” bereits andere Termine vereinbart und können nun doch nicht mehr zu den Terminen, die sie als ok gedoodelt hatten.

Wichtig ist entsprechend auch ein schnelles Auswerten des doodles. Auch hierzu sollte ein Termin in der Umfragenbeschreibung angegeben werden, wann eine Entscheidung bekannt gegeben wird. Denn bis dahin müssen sich alle TeilnehmerInnen alle zugesagten Termine freihalten.

Welche Fristen hier sinnvoll sind, hängt letztlich von der Gruppe und ihrer Arbeitszusammenhänge ab. Geht es um ein Treffen von Hauptamtlichen, die ihre Emails (mehrmals) täglich lesen, können ein oder zwei Tage ausreichen. Geht es um Projekttreffen, in die sehr unterschiedliche Personen eingebunden sind, kann es auch mal eine Woche sein. Bei JANUN haben wir uns auf eine maximale Laufzeit von fünf Tagen geeinigt.

Möglichst im Vorfeld Termine ausschließen

Bei der Terminauswahl ist es empfehlenswert, die angegebenen Optionen möglichst auf eine realistische Zahl zu begrenzen. Wenn beispielsweise Terminvorschläge in kleinem Kreis vorüberlegt werden und anschließend ein doodle eingerichtet wird, lohnt es sich, bestimmte Tage oder Zeitfenster von vornherein auszuschließen, die ohnehin keine Chance haben, ausgewählt zu werden. Je weniger Terminvorschläge zur Verfügung stehen, desto größer ist die Chance, dass die TeilnehmerInnen sich diese auch tatsächlich freihalten. Dem entgegen steht natürlich, dass eine größere Auswahl auch eine größere Chance bietet, einen gemeinsamen Termin zu finden. Daher gilt es, hier immer einen Mittelweg zu finden. Wie viele Vorschläge letztlich sinnvoll sind, hängt auch hier immer von der Flexibilität der Gruppe ab und muss individuell entschieden

doodle-link muss Zielgruppe schnell erreichen

Wie bei der Kommunikation im Allgemeinen ist es auch bem doodlen wichtig, dass die TeilnehmerInnen von der Umfrage erfahren. Es ist daher nicht damit getan, eine Umfrage einzurichten und den link ansschließend über eine Mailingliste oder an einen Mailverteiler zu schicken. Man kann heute nicht ohne weiteres davon ausgehen, dass Alle – und besonders Jugendliche – ihre Emails täglich lesen dieses Medium zum Kommunizieren nutzen. Ich habe schon öfter von Fällen gehört, in denen Hauptamtliche Jugendlichen über Facebook eine Nachricht schicken, dass sie mal ihre Mails abrufen sollen, weil da etwas wichtiges sei.

Gerade facebook und twitter werden von doodle natürlich auch gut unterstützt. Nach dem Einrichten der Umfrage bietet doodle direkt an, die Umfrage auf facebook oder twitter zu teilen.

doodle-screenshot nach Fertigstellung der Umfrage

Nach Fertigstellung der Umfrage bietet doodle die Verbreitung über social-media-Kanäle an.

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