LJR-Vollversammlung 2012: Vorstand wiedergewählt, Alevitische Jugend aufgenommen

6. März 2012

Der wiedergewählte Vorstand des LJR

Foto: Mark Mühlhaus, attenzione-photo.com

Drei Themen standen im Mittelpunkt der diesjährigen Vollversammlung des Landesjugendrings Niedersachsen, die am 3.3. in Hannover stattfand.

Zum einen die einstimmige Aufnahme des Bundes des Alevitischen Jugend Norden in den LJR. Damit konnte gleichzeitig ein erster Schritt des neuen Projekts “neXTkultur – Migration | Partizipation | Integration | Kooperation” getan werden, das den Delegierten bei der VV vorgestellt wurde. Cordula Hasenkamp-Meinheit und der neue Projektleiter in der Geschäftsstelle Kadir Oezdemir berichteten über die Ziele: Bis Ende 2013 soll eine Strukturanalyse von MigrantInnen-Jugend-Selbstorgansiationen (MJSO) in Niedersachsen erstellt werden, Kooperationen erfasst und Kooerations-Potentiale erkannt werden. Die Hauptzielrichtung ist es, Partizipation durch MJSO zu fördern und strukturell zu verankern, anstatt das Augenmerk darauf zu legen, einzelne Jugendliche mit Migrationshintergrund in bestehende Strukturen und Verbände zu integrieren.

Zum zweiten wurde die Situation der Jugendarbeit auf örtlicher Ebene kritisch diskutiert. Hier besteht ein dringender Entwicklungsbedarf, um ehrenamtliches Engagement vor Ort auch in Zukunft möglich und attraktiv zu machen. In vielen Orten ist der Bereich Jugendarbeit zugunsten von anderen wichtigen Aufgaben aus dem Blick geraten. Zudem haben gesellschaftliche Veränderungen die Bedingungen für ehrenamtliches Engagement verändert. Der Landesjugendring will sich in den nächsten zwei Jahren verstärkt diesem Thema widmen – erste Gespräche mit Politik sind bereits vereinbart.

Als dritter Schwerpunkt standen die Neuwahlen des Vorstands auf der Tagesordnung. Hier wurde der bisherige Vorstand für die nächsten zwei Jahre bestätigt. Im Bild von links nach rechts: Cordula Hasenkamp-Meinheit (DLRG-Jugend), Jens Risse (BDKJ, Vorstandssprecher), Susanne Martin (Deutsche Schreberjugend, Schatzmeisterin), Steffen Stubenrauch (JANUN), Kerstin Pätzold (DGB-Jugend), Cornelia Grothe (AEJN).

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